Justine Otto

today is tomorrow's yesterday

24.01– 23.03.2014

Justine Ottos gegenständliche Bilder brennen sich förmlich in die Netzhaut, faszinieren und verstören zugleich. Junge Frauen und Mädchen spielen die Hauptrolle im Bilduniversum der in Hamburg lebenden polnisch-deutschen Künstlerin. Männer kommen durchaus vor – als Pappkameraden oder Staffage. Mit der sachlichen Neugierde von Forscherinnen, selbstbewusst und seltsam distanziert verrichten ihre Protagonistinnen in verdächtig unschuldigem Feinripp oder kurzen, weißen Nachthemden rätselhafte Handlungen, von denen eine latente, unbestimmbare Bedrohung ausgeht. 

Kühne architektonische Kompositionen, in denen die Welt aus den Fugen geraten ist, dienen Justine Ottos weiblichen Hauptfiguren ebenso als Bühne wie ein Wald voller dunkler Geheimnisse oder eine unverkennbar (national-) sozialistisch geprägte Vergangenheit. Reale und irreale Elemente verdichten sich in ihren Bildwelten zu einer beunruhigenden Atmosphäre, deren „Temperatur (…) auf der Nullgradgrenze“ liegt (Jean-Christophe Ammann). Selbst die sinnlich schöne Malweise, die ihre Arbeiten so einzigartig macht, vermag das irritierende Moment nicht aufzulösen. 

In der Ausstellung „today is tomorrow’s yesterday“ mit aktuellen Leinwandarbeiten ging es um Geschichte und Begehren, Schuld und Unschuld sowie Rollenbilder, die messerscharf seziert werden. Und es ging um die immer wiederkehrenden, existentiellen Fragen des Lebens, die gestern, heute und morgen unser Denken und Handeln bestimmen.

Publikation erhältlich:

News

Am Samstag, 11. Juli und Sonntag, 12. Juli 2020, finden insgesamt vier Werkgespräche mit der Künstlerin Bettina van Haaren zu ihrer aktuellen Ausstellung „Spiegelungen“ in der Städtischen Galerie Neunkirchen statt. Mehr unter Aktuell.
 

Parallel zur Ausstellung von Bettina van Haaren „Spiegelungen“ wird im Hüttenstadtmuseum im Erdgeschoss des KULT. Kulturzentrums Neunkirchen eine Sonderpräsentation mit Arbeiten aus der „Schenkung Kermer“ gezeigt.

Nach den derzeit geltenden Richtlinien darf die Ausstellung nicht in Gruppen und nur von höchstens acht Besuchern gleichzeitig besichtigt werden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verbindlich.

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