Justine Otto

today is tomorrow's yesterday

24.01– 23.03.2014

Justine Ottos gegenständliche Bilder brennen sich förmlich in die Netzhaut, faszinieren und verstören zugleich. Junge Frauen und Mädchen spielen die Hauptrolle im Bilduniversum der in Hamburg lebenden polnisch-deutschen Künstlerin. Männer kommen durchaus vor – als Pappkameraden oder Staffage. Mit der sachlichen Neugierde von Forscherinnen, selbstbewusst und seltsam distanziert verrichten ihre Protagonistinnen in verdächtig unschuldigem Feinripp oder kurzen, weißen Nachthemden rätselhafte Handlungen, von denen eine latente, unbestimmbare Bedrohung ausgeht. 

Kühne architektonische Kompositionen, in denen die Welt aus den Fugen geraten ist, dienen Justine Ottos weiblichen Hauptfiguren ebenso als Bühne wie ein Wald voller dunkler Geheimnisse oder eine unverkennbar (national-) sozialistisch geprägte Vergangenheit. Reale und irreale Elemente verdichten sich in ihren Bildwelten zu einer beunruhigenden Atmosphäre, deren „Temperatur (…) auf der Nullgradgrenze“ liegt (Jean-Christophe Ammann). Selbst die sinnlich schöne Malweise, die ihre Arbeiten so einzigartig macht, vermag das irritierende Moment nicht aufzulösen. 

In der Ausstellung „today is tomorrow’s yesterday“ mit aktuellen Leinwandarbeiten ging es um Geschichte und Begehren, Schuld und Unschuld sowie Rollenbilder, die messerscharf seziert werden. Und es ging um die immer wiederkehrenden, existentiellen Fragen des Lebens, die gestern, heute und morgen unser Denken und Handeln bestimmen.

Publikation erhältlich:

News

WEISS WAR DER SCHNEE. DAS GLETSCHERPROJEKT VON THOMAS WREDE

Musikalische Lesung mit Film – und Theaterschauspielerin Verena Buss
Freitag, 01. Juli 2022 | 19 Uhr
„Ewiges Eis“ – Gletscher-Geschichten, Märchen und literarische Texte aus fünf Jahrhunderten
Begleitung: Julien Blondel, Violoncello

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Nächste öffentliche Führung
Sonntag, 10. Juli 2022 | 15 Uhr mit Dr. Ulrike Bock 

Informationen zur Ausstellung und Ihrem Besuch in der Städtischen Galerie Neunkirchen finden Sie hier

 

Corona-Info

Für den Besuch der Städtischen Galerie Neunkirchen ist kein Impf- oder Testnachweis mehr erforderlich. Zum Schutz aller Anwesenden bitten wir jedoch darum, beim Besuch der Galerie weiterhin eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Bei Anzeichen einer Erkrankung mit Erkältungssymptomen bitten wir, die Galerie nicht zu besuchen.

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Lesen Sie mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.