Jochen Hein

Über die Tiefe

27.01 – 17.04.2017

Der in Husum geborene und in Hamburg lebende Künstler Jochen Hein widmet sich den traditionellen Bildgattungen der Landschafts- und Porträtmalerei und scheint mit seiner naturalistischen Darstellungsweise die Kunst der alten Meister wiederaufleben zu lassen. 

Wie die Landschaften so bestechen auch die lebensgroßen Porträts mit ihrem unergründlichen schwarzen Hintergrund durch fast fotorealistische Detailgenauigkeit und ungeheure Tiefenwirkung. Doch Jochen Hein malt keine Foto-Abbilder, sondern bewegt sich im Spannungsfeld zwischen perfekter Illusion und ihrer bewussten Umkehrung: Nähert sich der Betrachter, lösen sich die realistischen Bilder auf und die sonnenüberstrahlte Meeresoberfläche oder die sattgrüne, flirrende Parklandschaft sind plötzlich nichts anderes mehr als reine Malerei – ein virtuos beherrschter Kosmos aus farbigen Linien, Punkten und Strukturen. Seine Motive findet Jochen Hein im Hier und Jetzt und doch sind seine Landschaften und Porträts keine Abbilder der Realität. 

So entführt uns der Künstler in seinen Gemälden an menschenleere Sehnsuchtsorte der Natur, er konfrontiert uns mit der Urgewalt oder der Schönheit des Meeres und stellt uns in seinen lebensgroßen Porträts, in denen lediglich Gesicht und Hände der Porträtierten aus tiefgründiger Dunkelheit auftauchen, der Vielfalt menschlichen Seins gegenüber. In der verwirrenden Gleichzeitigkeit von Realismus und Abstraktion verweisen seine Arbeiten weit über den Moment hinaus und lassen Raum für subjektive Gefühle und Gedanken.

 

 

Publikation erhältlich:

News

Am Samstag, 11. Juli und Sonntag, 12. Juli 2020, finden insgesamt vier Werkgespräche mit der Künstlerin Bettina van Haaren zu ihrer aktuellen Ausstellung „Spiegelungen“ in der Städtischen Galerie Neunkirchen statt. Mehr unter Aktuell.
 

Parallel zur Ausstellung von Bettina van Haaren „Spiegelungen“ wird im Hüttenstadtmuseum im Erdgeschoss des KULT. Kulturzentrums Neunkirchen eine Sonderpräsentation mit Arbeiten aus der „Schenkung Kermer“ gezeigt.

Nach den derzeit geltenden Richtlinien darf die Ausstellung nicht in Gruppen und nur von höchstens acht Besuchern gleichzeitig besichtigt werden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verbindlich.

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