Horst Wackerbarth

Die rote Couch. Ein Porträt Europas

20.02 – 08.05.2005

Seit den 1980er Jahren reist der Düsseldorfer Fotograf Horst Wackerbarth mit ungewöhnlichem Gepäck durch die Welt: einer roten Couch, auf der er Männer und Frauen, Alte und Junge, Arme und Reiche, Prominente und Unbekannte Platz nehmen lässt, um sie zu porträtieren und sie über ihre Wünsche, Ängste und Hoffnungen zu befragen. Dafür hat er die rote Couch kreuz und quer durch die USA und ganz Europa chauffiert und sie an den ungewöhnlichsten Orten platziert: Ob auf einer Müllhalde oder im englischen College, zwischen Supermarktregalen oder in einer isländischen Gletscherlagune – immer wird sie an einem Ort aufgestellt, der eine besondere Bedeutung für die porträtierte Person hat.

„Das Sofa ist magisch aufgeladen,“ sagt Horst Wackerbarth. „Jeder weiß, wenn ich mit dem Sofa komme, wer darauf gesessen hat. Und ich fahre weit, und das Sofa ist schwer, und ich trage ihm das in sein Lebensumfeld. In diesem Moment fühlt sich dieser Mensch auserwählt, und ich gebe ihm eine Bühne. Ich setze ihn auf einen Thron.“ Bettler und Präsidenten haben darauf Platz genommen, der Künstler Jörg Immendorff und die Rentnerin aus Moskau, der portugiesische Fischer und die KFOR-Stabsärztin im Kosovo, der italienische EU-Abgeordnete und der Düsseldorfer Bordellbesitzer. All diese unterschiedlichen Personen bringt Wackerbarth zusammen in seiner „Galerie der Menschheit“. Allen stellt er die gleichen Fragen über ihre persönlichen Vorstellungen von Glück und Unglück, ihre schönsten und schlimmsten Erlebnisse oder ihre Erwartungen nach dem Tod.

News

Führungen durch die Ausstellung „Brennpunkt Keramik II“ mit der Sammlerin Hannelore Seiffert. Termine unter Aktuell

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Das Kinder- und Jugendatelier startet mit neuen Kursen am 5. September.
 

 

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