Gabriele Langendorf

Atmosphärische Störungen

11.11.2010 - 23.01.2011

In ihrer bisher umfassendsten Werkschau im Saarland gab Gabriele Langendorf einen repräsentativen Überblick über ihr künstlerisches Schaffen der Jahre 2003 bis 2010. Zentrales Thema ihrer gegenständlichen Kunst ist das ambivalente Verhältnis von Zivilisation und Natur. 

In großformatigen Landschafts- und Schiffsbildern setzt sich die Künstlerin mit Innen- und Außenräumen auseinander, mit rätselhaften Orten und mit dem Unterwegssein. Doch meist deuten nur indirekte Hinweise auf den Menschen im „Naturraum“. Seine explizite Abwesenheit, die unheilvoll-schöne Ästhetik der Szenerien und kaum wahrnehmbare Störungen durchbrechen beständig die „romantische“ Stimmung dieser Landschaften. Mehrdeutig und hintersinnig präsentieren sich auch die Arbeiten auf Papier, in denen die menschliche Figur wieder Eingang in Langendorfs Bildwelt findet. 

Neben Bleistiftzeichnungen im Miniaturformat, deren aus Reisekatalogen entlehnte Motive von abenteuerlichen Begegnungen mit der Natur handeln, sind es insbesondere die Arbeiten der Werkgruppe „Atmosphärische Störungen“, die eine neue Form von Ironie und subtilem bildnerischen Witz in der Kunst Gabriele Langendorfs manifestieren. Die skurrilen, aus malerischen Zufallsprodukten, etwa einer Pinselspur oder einem Farbfleck, entwickelten Bildgeschichten, in denen sich kleine Figuren in Schutzanzügen bei Katastropheneinsätzen und Umwelt-Störfällen abmühen, erinnern in ihrer pointierten Komik an Cartoons und thematisieren doch zugleich drängende Fragestellungen unserer Zeit.

Publikation erhältlich:

News

Führungen durch die Ausstellung „Brennpunkt Keramik II“ mit der Sammlerin Hannelore Seiffert. Termine unter Aktuell

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Das Kinder- und Jugendatelier startet mit neuen Kursen am 5. September.
 

 

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