Fritz Arnold

Das grafische Werk 1917-1920

18.06 – 15.08.2010

Erstmals seit 75 Jahren waren Werke des Neunkircher Malers und Grafikers Fritz Arnold (1883-1921) in einer Ausstellung zu sehen.

Aus Anlass einer Schenkung von Prof. Wolfgang Kermer stellte die Städtische Galerie Neunkirchen das grafische Werk des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlers aus. Den Wenigsten ist Fritz Arnold noch ein Begriff und dennoch zählt er zu den bemerkenswertesten saarländischen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Geboren und aufgewachsen in Neunkirchen, war Arnold neben seinem Beruf als Bergmann und Steiger als Autodidakt künstlerisch tätig – und schuf Erstaunliches. In den letzten, von schwerer Krankheit geprägten Jahren vor seinem frühen Tod entstanden zwischen 1917 und 1920 vier eindrucksvolle Grafikzyklen mit 46 Original-Federzeichnungen, die in ihrer Ausdruckskraft einzigartig sind. Die dicht gedrängten Schwarzweiß-Zeichnungen thematisieren die Schrecken des Ersten Weltkrieges und die Unruhen der Nachkriegsjahre in Folge der Novemberrevolution von 1918/19. 

In einer eindringlichen Bildsprache, die ihn in die Nähe der großen Expressionisten und Veristen rückt, entlarvt der Künstler gesellschaftskritisch die Missstände der Zeit und entwirft das Gegenbild eines „neuen Menschen“ als Verkörperung der Hoffnung auf eine bessere Welt. Arnolds leidenschaftliche Anklage gegen Krieg, Gewalt, Unrecht und den Verfall von Werten, die selbst nicht immer frei war von politischen Ressentiments, macht sein Werk zum Dokument einer zutiefst zerrissenen, von Ängsten, Bedrohungen und Widersprüchlichkeiten beherrschten Zeit.

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News

Am Samstag, 11. Juli und Sonntag, 12. Juli 2020, finden insgesamt vier Werkgespräche mit der Künstlerin Bettina van Haaren zu ihrer aktuellen Ausstellung „Spiegelungen“ in der Städtischen Galerie Neunkirchen statt. Mehr unter Aktuell.
 

Parallel zur Ausstellung von Bettina van Haaren „Spiegelungen“ wird im Hüttenstadtmuseum im Erdgeschoss des KULT. Kulturzentrums Neunkirchen eine Sonderpräsentation mit Arbeiten aus der „Schenkung Kermer“ gezeigt.

Nach den derzeit geltenden Richtlinien darf die Ausstellung nicht in Gruppen und nur von höchstens acht Besuchern gleichzeitig besichtigt werden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verbindlich.

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