Bettina van Haaren

Häutungen

16.04 – 06.06.2010

Bettina van Haaren wagt in ihrer Kunst die Verbindung von Gegensätzen, die größer kaum sein könnten. Ihre Bilder fordern heraus, indem sie uns zu Zeugen einer gnadenlosen Selbstbeobachtung machen, und sind doch erfüllt von höchster Sensibilität und Verletzbarkeit. Ihre Nähe ist bedrückend, doch sie halten uns auf Distanz. Es sind Körperbilder, in denen die Dinge ein Eigenleben führen. Sie verlocken das Auge durch maltechnische Perfektion und virtuosen Detailrealismus und entziehen sich doch immer wieder in der verschwebenden Geste der Zeichnung und in der Leere der weißen Leinwand.

Unter dem Titel „Häutungen“ zeigte die Städtische Galerie Neunkirchen rund 130 großformatige Temperagemälde, Aquarelle und Zeichnungen der 1961 geborenen Künstlerin. Ihre eindringlichen Darstellungen des fragmentierten, unvollkommenen, oft deformierten weiblichen Körpers, der die Spuren von Alter und Schmerz, aber auch konzentrierte Lebensenergie enthüllt, setzt Bettina van Haaren mit Versatzstücken der Alltagsrealität, mit Plastikbeuteln, Häkeldeckchen, Pfannkuchen und Autoreifen oder auch mit Tieren wie Pferden, Schafen oder Flamingos in ein überraschendes bildliches Beziehungsgefüge. „Meine Arbeiten“, so Bettina van Haaren, „sind Selbstbilder, weil ich über mich und meine Körpererfahrungen am meisten sagen kann. Ich versuche, mich mit unterschiedlichen formalen Ansätzen unbekleidet wahrzunehmen, Teilaspekte schonungslos offen zu erkunden, mich zu bestimmen und ein Verhältnis zum Körper herzustellen.“

Publikation erhältlich:

News

WEISS WAR DER SCHNEE. DAS GLETSCHERPROJEKT VON THOMAS WREDE

Musikalische Lesung mit Film – und Theaterschauspielerin Verena Buss
Freitag, 01. Juli 2022 | 19 Uhr
„Ewiges Eis“ – Gletscher-Geschichten, Märchen und literarische Texte aus fünf Jahrhunderten
Begleitung: Julien Blondel, Violoncello

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Nächste öffentliche Führung
Sonntag, 10. Juli 2022 | 15 Uhr mit Dr. Ulrike Bock 

Informationen zur Ausstellung und Ihrem Besuch in der Städtischen Galerie Neunkirchen finden Sie hier

 

Corona-Info

Für den Besuch der Städtischen Galerie Neunkirchen ist kein Impf- oder Testnachweis mehr erforderlich. Zum Schutz aller Anwesenden bitten wir jedoch darum, beim Besuch der Galerie weiterhin eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Bei Anzeichen einer Erkrankung mit Erkältungssymptomen bitten wir, die Galerie nicht zu besuchen.

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Lesen Sie mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.