FOTOS:Margarete Palz, „Tanzskulpturen“Foto: © Gerhard Heisler, Saarbrücken

Foto: © Gerhard Heisler, Saarbrücken

FOTOS:Margarete Palz, „Tanzskulpturen“Foto: © Gerhard Heisler, Saarbrücken

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FOTOS:Margarete Palz, „Tanzskulpturen“Foto: © Gerhard Heisler, Saarbrücken

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Ensemble

Schillernd, bunt und opulent: Die Tanzskulpturen von Margarete Palz wirken auf den ersten Blick wie fantastische Erscheinungen aus einer anderen Welt. Je nach Blickwinkel ändern sich Farben und Formen wie bei einem Kaleidoskop; Licht reflektiert auf den glänzenden Oberflächen und setzt die Kunstkleider immer wieder neu in Szene.

Seit 1990 entwirft die Zweibrücker Textilkünstlerin einzigartige tragbare Kunstobjekte. Ungewöhnlich ist vor allem das Material, aus dem Margarete Palz ihre fantasievollen Kreationen gestaltet, für die sie zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. in Neuseeland und den USA erhalten hat. Ausgangspunkt sind großformatige Fotografien, die sie von Hand in geometrische Formen zerschneidet. Zumeist handelt es sich hierbei um Fotodrucke, die aus dem Studio ihres Bruders Gerhard Heisler stammen. Aufgenäht auf farbigen, transparenten Gazestoff fügt Margarete Palz die glänzenden Streifen, Quadrate und Rechtecke zu unzähligen neuen Einzelteilen zusammen, aus denen sie in monatelanger Arbeit ihre voluminösen Fotopapierkleider moduliert.

Spielerisch und ohne Vorentwurf entwickelt sie aus dem zweidimensionalen Medium der Fotografie dreidimensionale Kunstobjekte. Ihre „Körperhüllen“ wirken wie Skulpturen, die bei Aufführungen und Performances durch Bewegung und Tanz zum Leben erweckt werden.

Der aufkeimende Gedanke an Oskar Schlemmers Figurinen des Triadischen Balletts und das Bauhaus, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert, kommt hierbei nicht von ungefähr. Margarete Palz studierte bis 1961 an der Werkkunstschule in Saarbrücken bei Oskar Holweck, ihre künstlerischen Ursprünge sieht sie in der Tradition der Bauhauslehre. Auch wenn sie sich in ihren Arbeiten von der Konkreten Kunst entfernt hat, zeugt ihre Herangehensweise, also die vorbereitende Zerlegung eines Ganzen in Segmente und das Spiel mit der geometrischen Form, von ihren künstlerischen Wurzeln, die sie kontinuierlich zu einer eigenen Formensprache weiterentwickelt hat.


Sonntag, 24.03.2019, 15.00 Uhr
Öffentliche Führung mit Margarete Palz


Samstag, 06.04.2019, 18.00 Uhr
ERWACHEN DER ELEMENTE. Eine Wort-Tanz-Klang-Collage

Bernd Wegener – Klangperformance
Gerhard Kaiser – Textrezitation
Charles Bankston & das Tanzskulpturen-Ensemble von Margarete Palz


Sonntag, 14.04.2019, 15.00 Uhr
Öffentliche Führung mit Margarete Palz


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