Mane Hellenthal, Russisches Haus, aus der Serie 'Provinzielle Bauwerke', Öl, Acryl auf Leinwand, 130 x 90 cm, 2015

Russisches Haus, aus der Serie 'Provinzielle Bauwerke', Öl, Acryl auf Leinwand, 130 x 90 cm, 2015

Mane Hellenthal, Berg 29, aus der Serie 'Biografische Berge', Acryl auf Leinwand, 210 x 230 cm, 2012

Berg 29, aus der Serie 'Biografische Berge', Acryl auf Leinwand, 210 x 230 cm, 2012

Mane Hellenthal, Rohbau, aus der Serie 'Provinzielle Bauwerke', Öl, Acryl auf Papier, 130 x 100 cm, 2014

Rohbau, aus der Serie 'Provinzielle Bauwerke', Öl, Acryl auf Papier, 130 x 100 cm, 2014
Mane Hellenthal

Mane Hellenthal ist eine passionierte Sammlerin. Alte Fotografien, Bilder, Erinnerungen und persönliche Gegenstände – seit Jahrzehnten wächst ihr Fundus, aus denen sie ganze Werkserien entwickelt. Die Städtische Galerie Neunkirchen zeigt nun, vier Jahre nach ihrer letzten Einzelausstellung in der Médiathèque in Forbach, eine große Werkschau der saarländischen Konzeptkünstlerin. Die Ausstellung „Unbeständiger Ausblick“ ist ab dem 18. August zu sehen.

Hellenthals Kunst ist eng mit ihrer eigenen Biografie verknüpft. Wie Puzzleteile ziehen sich die Erinnerungsstücke und Motive, die der Künstlerin am Herzen liegen, durch ihre Arbeiten. Getragene Kleidungsstücke und Stoffe spielen hierbei eine ganz besondere Rolle. Zerschnitten, fotografiert und auf kleine Keilrahmen gespannt, finden sie Eingang in Mane Hellenthals Werk. So fügen sich z. B. unzählige Muster und Farben, die von längst vergangenen Zeiten erzählen, in der Städtischen Galerie zu einer 11 Meter langen und 5 Meter hohen Wandkomposition zusammen.

Auch ihre wohl bekanntesten Motive, die Serien der „Biografischen Berge“, haben ihren Ursprung in ihrer persönlichen Geschichte. Mit dem Motiv des Berges verbindet die Künstlerin ein Gefühl von Sehnsucht und Heimat, das durch früheste Kindheitserinnerungen geprägt wurde. Auf den ersten Blick erkennt man die fotografische Vorlage der Motive. Tritt man näher heran, entpuppen sich die gewaltigen, gemalten Bergmassive als ein Mikrokosmos aus kleinteiligen, pixelartigen Strukturen.

Berglandschaften dienen Mane Hellenthal zugleich als Hintergrund für fiktive Szenen. In ihnen verschmelzen organische Formen, die sie durch eine spezielle Marmoriertechnik erzeugt, und real existierende Dinge zu surrealen Bildwelten. Häufig finden sich in ihren Arbeiten auch versteckte Bezüge zu aktuellen Themen, die mit den persönlichen Relikten der Künstlerin eine spannende Verbindung eingehen.


Eröffnung:
Freitag, 18. August 2017, 19.00 Uhr


Öffentliche Führungen:
Mittwoch, 13. September 2017, 18.00 Uhr
Sonntag, 24. September 2017, 15.00 Uhr

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