Kommunikation, Linoleum und Alkydfarbe, 200 x 128 cm, 2016

Kommunikation, Linoleum und Alkydfarbe, 200 x 128 cm, 2016

Ins Licht, Linoleum und Alkydfarbe, 115 x 86 cm, 2016

Ins Licht, Linoleum und Alkydfarbe, 115 x 86 cm, 2016

Goldene Zeiten, Linoldruck und Ölmalerei auf Leinwand, 85 x 110 cm, 2013

Goldene Zeiten, Linoldruck und Ölmalerei auf Leinwand, 85 x 110 cm, 2013

Shopping, Linoleum und Alkydfarbe, 130 x 160 cm, 2013

Shopping, Linoleum und Alkydfarbe, 130 x 160 cm, 2013
Sabine Ostermann
Sabine Ostermann beobachtet: Menschen bei ihrem „Beutezug“ im Kaufhaus auf der Jagd nach den besten Schnäppchen, beim Erledigen ganz alltäglicher Dinge oder im Umgang miteinander. Es sind aktuelle gesellschaftliche Phänomene wie unser Konsumverhalten und die zunehmende digitale Vernetzung, die das Interesse der Berliner Künstlerin wecken und den motivischen Fundus für ihre großformatigen Linolschnitte bilden. Einen Einblick in ihr Werk gibt die Ausstellung „Netzwerke und Seilschaften“, die ab dem 20. Mai in der Städtischen Galerie Neunkirchen zu sehen ist.

Sabine Ostermanns Linolschnitte sind Unikate. Linie um Linie schneidet die Berliner Künstlerin ihre Motive aus dem Linoleum heraus und bearbeitet die verbleibende Oberfläche malerisch. Stand in der Auseinandersetzung mit dem Medium des Linolschnitts zunächst die Kombination von Linoldruck und Malerei im Fokus, dokumentieren die neueren Arbeiten die Weiterentwicklung des Linolschnitts zu einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform.

So komplex der künstlerische Arbeitsprozess ist, so vielschichtig sind auch die Geschichten, die uns Sabine Ostermann in ihren Werken erzählt. Figuren, ornamentale Strukturen und Realitätsfragmente fügen sich zu phantasievollen Bildwelten, in denen ungewohnte Perspektiven und extreme Größenverhältnisse irritieren. Scheinbar fremdbestimmt gehen ihre Protagonisten banalen oder absurden Tätigkeiten nach, über deren zumeist offensichtliche Sinnlosigkeit sich niemand bewusst zu sein scheint. So ziehen Personen mit ihren Einkaufswägen wie Planeten auf ihrer vorgegebenen Umlaufbahn ihre endlosen Kreise, Arbeiter in Miniaturformat bemühen sich, Sisyphos gleich, den virtuellen Datenmüll zu entsorgen, während wiederum andere Gefahr laufen, sich in den Stricken und Netzen zu verheddern, aus denen sie ganze Schlösser errichtet haben.

Sabine Ostermann skizziert in ihren Arbeiten das Bild eines Menschen, der sich in den Ansprüchen, Zwängen und Versuchungen der modernen Gesellschaft verfängt. Subtil, kritisch und immer auch mit einem leichten Augenzwinkern fordert ihre Kunst den Betrachter zum Nach- und Umdenken heraus.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (40 S., 8 €).


ERÖFFNUNG:

Freitag, 20. Mai 2016, 19.00 Uhr


ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN:

Sonntag, 12. Juni, 15.00 Uhr
Sonntag, 17. Juli, 15.00 Uhr
Sonntag, 7. August, 15.00 Uhr


NEUE ÖFFNUNGSZEITEN:

Mi-Fr 10-18 Uhr
Sa 10-17 Uhr
So und Feiertage 14-18 Uhr

Anmeldung